BFFB 40 | 9.–18.04.2027

BFFB 39 |
10.–19. April 2026

Die Preisträgerfilme des BFFB 39:

Preis des Landes Südtirol für den besten Film

The Loneliest Man in Townvon Tizza Covi, Rainer Frimmel (AUT 2026, 86 min.)

Spezialpreis der Jury der Stiftung Südtiroler Sparkasse Bozen

Sehnsucht in Sangerhausenvon Julian Radlmaier (DEU 2025, 90 min.)

Verleihförderpreis der Autonomen Region Trentino-Südtirol

17von Kosara Mitic (MKD/SRB/SVN 2025, 90 min.)

Besondere Erwähnung

Dry Leafvon Alexandre Koberidze (DEU 2025, 186 min.)

Publikumspreis der Stadt Bozen

Elon Musk Unveiled - The Tesla Experiment von Andreas Pichler (DEU 2025, 90 min.)

IDM Film & Music Commission Südtirol Award für den besten Langfilm

Non c’è casa in paradisovon Federico Scienza, Manuela Boezio (ITA 2026, 68 min.)

IDM Film & Music Commission Südtirol Award für den besten Kurzfilm

Far Finta Che (Pretend play)von Anna Ciju (ITA 2025, 20 min.)

Spezialpreis „Dolomiten Unesco Welterbe“

Meltvon Nikolaus Geyrhalter (AUT 2025, 127 min.)

Preis der Euregio Young Jury für den besten Film

Romeríavon Carla Simón (ESP/DEU 2025, 110 min.)

Preis der ZeLIG Filmschule Bozen

The Loneliest Man in Townvon Tizza Covi, Rainer Frimmel (AUT 2026, 86 min.)

Ehrenpreise für eine herausragende Filmkarriere in Zusammenarbeit mit dem Verkehrsamt der Stadt Bozen wurden an Ottavia Piccolo und Ulrike Ottinger verliehen,

Mehr lesen Weniger
Wettbewerb BFFB39

Das beste Autorenkino, das heute in Italien, Österreich, Deutschland, der Schweiz und Slowenien produziert oder koproduziert wird: Spielfilme, hybride Formen, dokumentarische Formen und/oder Animationen, die sich der Qualität und der Kühnheit des zeitgenössischen Kinos verpflichtet fühlen. Die Entdeckung junger Talente wird von der Präsentation der neuesten Werke etablierter Regisseure flankiert. Besondere Aufmerksamkeit wird hybriden Formen, dem “kontaminierten” Kino, dem Kino an geografischen, politischen und formalen Grenzen, dem Kino der Minderheiten und der Peripherie gewidmet.

RealeNonReale

RealeNonReale ist die Sektion des BFFB, die dem Non-Fiction, den verschiedensten hybriden und dokumentarischen Formen gewidmet ist. Wie beim Wettbewerb wird den unkonventionellsten Filmen von großen Meistern und neuen Talenten Aufmerksamkeit geschenkt, aber auch Werken, die sich politisch engagieren und auf die wesentlichen Themen ihrer Zeit und der Gesellschaft, in der sie entstanden sind, aufmerksam sind.

BFFB Special

Fünf Werke, die uns durch ihre Erzählstruktur, ihren Inhalt, ihren historischen Bezug, ihre emotionale Intensität und ihre kreative Kraft tief berührt haben. 

Focus Katalonien

Jedes Jahr widmet das BFFB einer Region, die in gewisser Weise der Identität Südtirols nahekommt, einen wichtigen Platz. Grenzregionen oder -welten mit vielfältiger Identität und/oder komplexer, nicht konflikt- freier Geschichte. Oder einfach Orte, an denen die komplexe Identität eine Quelle großer kultureller Bereicherung ist. In diesem Jahr widmen wir uns einer Region, die all dies verkörpert: Katalonien. Ein Gebiet mit einer starken Identität, einer von Millionen Menschen gesprochenen Sprache, einer starken Wirtschaft und einer bemerkenswerten kulturellen Produktion. Dem katalanischen Kino einen Raum zu widmen, bedeutet, sich auf eine der dynamischsten Regionen der europäischen Filmindustrie zu konzentrieren, was die Produktion und die internationalen Strategien betrifft. In diesem Jahr möchten wir auch einen besonderen Aspekt des katalanischen Kinos hervorheben: die oft hybride Dokumentarfilmproduktion, die auch dank der Ausbildungsaktivitäten zahlreicher Institutionen gewachsen ist. Wir präsentieren sieben Werke – und verschiedene Gäste –, die unserer Meinung nach das Universum des Dokumentarfilms, das wir hervorheben möchten, am besten repräsentieren (Werke von Andrés Duque, Virginia García del Pino, José Luis Guerin und Neus Ballús) und weitere Spielfilme von international noch etablierteren Regisseur:innen (wie Carla Simón) und/oder solche, die auch Ergebnis des Engagements katalanischer Institutionen für Autor:innen aus anderen Ländern sind (wie Lav Diaz). Begleitet werden wir auch von Marta Andreu, einer katalanischen Kosmopolitin, Schamanin und Philosophin des Dokumentarfilms, die eine Performance darbieten wird. 

Kuratiert von Vincenzo Bugno mit der Unterstützung von Ricardo Apilánez und Isona Admetlla Font.

 

Ehrenpreis für eine herausragende Filmkarriere 2026 | Ulrike Ottinger

Ulrike Ottinger überrascht uns immer wieder aufs Neue. Ihr künstlerischer Werdegang ist von unschätzbarem Reichtum und führt durch die Geschichte des 20. und frühen 21. Jahrhunderts. Sie zieht von Deutschland nach Paris, wo sie die entscheidenden Jahre zwischen Anfang und Ende der 60er Jahre verbringt. Dann zieht sie nach West-Berlin und setzt eine nicht in eine Schublade zu steckende Karriere fort. Als Galeristin, Fotografin, Bühnenbildnerin, Theater-, Opern-, Dokumentar-, Hybrid- und Spielfilmregisseurin hat sie ein avantgardistisch Gesamtkunstwerk geschaffen, das insgesamt als vielseitig queer durch alle Bereiche zu bezeichnen ist. In ihrem letzten Film bietet sie uns eine unterhaltsame (und lustige) Vampirgeschichte. Ihre jahrzehntelange Forschung ist nicht nur originell, sondern auch rigoros. Ihre Arbeit als Dokumentarfilmerin führt uns weit über die Grenzen des Westens hinaus und bringt Dinge näher, die weit über unser selbstverständliches Wissen hinausgehen. Deutschland, Berlin, die Wiedervereinigung. Sicher. Aber auch – oder vielleicht sogar vor allem – Asien. China, Japan, die Mongolei. Afrika. Ulrike Ottinger, eine Schamanin? „Das Kino ist für mich ein animistisches Medium“, sagt sie oft. In Bozen präsentieren wir zwei Filme von Ulrike Ottinger: Paris Calligrammes aus dem Jahr 2019, der die für die Ausbildung der Regisseurin grundlegenden Jahre in Frankreich nachzeichnet, und Johanna D’Arc of Mongolia (1989).“ - Vincenzo Bugno

Ehrenpreis für eine herausragende Filmkarriere 2026 | Ottavia Piccolo

Wir bewundern Ottavia Piccolo zutiefst. Sie ist nach wie vor Teil der Geschichte des italienischen und europäischen Kinos, Fernsehens und Theaters. Seit Beginn ihrer Karriere im Alter von elf Jahren hat sie einen bleibenden Eindruck auf alle hinterlassen, die ihre Auftritte erlebt haben. Es ist schwierig, die vielen Regisseur:innen und Autor:innen, mit denen sie in mehr als sechzig Jahren Tätigkeit zusammengearbeitet hat, aufzulisten. Einige Namen: für das Theater Squarzina, Strehler und Ronconi, für das Kino Visconti, Bolognini, Sautet. Im Fernsehen spielte sie Rollen in Serien, die auf großen Klassikern der Literatur basieren und ihre ohnehin schon beachtliche Popularität weiter steigerten. In Bozen präsentieren wir einen für ihre Karriere besonders wichtigen Film: Metello von Mauro Bolognini, für den sie 1970 beim Filmfestival in Cannes den Preis als beste Darstellerin erhielt. Außerdem zeigen wir 7 minuti von Michele Placido aus dem Jahr 2016. Ottavias Tätigkeit geht unermüdlich weiter, vor allem auf der Bühne. Beeindruckend ist aber auch ihr zivilgesellschaftliches Engagement und ihre aktive Präsenz in der Welt: Sie ist eine kritische Stimme. Sie tröstet uns in diesen oft dunklen und schmerzhaften Jahren. Danke, Ottavia!“ - Vincenzo Bugno

Homage | Claudia Cardinale

Claudia Cardinale (1938–2025) war eine der bedeutendsten italienischen Schauspielerinnen und eine Ikone des europäischen Kinos der 1960er Jahre. Bekannt durch Spiel mir das Lied vom Tod und , spielte sie in über 175 internationalen Filmen mit und war UNESCO-Botschafterin.

Die Vorführung von La ragazza con la valigia (1961) von Valerio Zurlini, die in Zusammenarbeit mit dem Museo Nazionale del Cinema in Turin realisiert wurde, markiert die offizielle Eröffnung des neuen Sitzes des BFFB im Teatro Cristallo und ist ihrem Andenken gewidmet. Der Film erzählt die Geschichte der jungen Aida, die von ihrem Liebhaber verlassen wurde und Zuflucht bei dessen sechzehnjährigem Bruder Lorenzo findet. Zwischen den beiden entsteht eine zarte, von Mitgefühl geprägte Beziehung, die jedoch auf den Widerstand der Familie stößt.

Als eine der beliebtesten Schauspielerinnen des italienischen und internationalen Kinos hat Claudia Cardinale Figuren zum Leben erweckt, die Generationen von Zuschauern verzaubert haben“ betont Carlo Chatrian, Direktor des Museo Nazionale del Cinema. „Die Schauspielerin, die sich sowohl im Autorenfilm als auch im Genrefilm zu Hause fühlte, war eine Ikone der Eleganz und Schönheit. Ausgestattet mit einer großen Bühnenpräsenz, gepaart mit jener Unbekümmertheit, die sie stets auszeichnete, wollte das Museo Nazionale del Cinema in Turin anlässlich ihres kürzlichen Ablebens mit einigen Aufnahmen von Angelo Frontoni an sie erinnern, dem Fotografen der Diven, der es verstand, jene natürliche Empathie wiederzugeben, die die Schauspielerin zu wecken vermochte.

Local Heroes

Junge Talente treffen auf etablierte Namen, dokumentarische Arbeiten auf fiktionale Stoffe, klassische Erzählweisen auf experimentelle Formen, Kurz- auf Mittellang- und Langfilm: Die Sektion Local Heroes zeigt ein formenreiches Panorama filmischer Handschriften aus der Euregio (Tirol, Südtirol und dem Trentino) und spricht die Einladung aus, unterschiedliche und ungewohnte Perspektiven einzunehmen. Die ausgewählten Filme sind immer eine Herzensangelegenheit und ein Publikums-Höhepunkt beim Festival. Und: ein idealer Treffpunkt, um mit den lokalen Filmschaffenden ins Gespräch zu kommen. 
 

Kleinsprachen DOC

Kleinsprachen DOC, organisiert in Zusammenarbeit mit der Freien Universität Bozen und dem Verein La Fournaise, ist die Sektion, die das BFFB dem Thema der sprachlichen Minderheiten widmet; sie nimmt Werke verschiedener Genres - von dokumentarischen Formen bis hin zur Fiktion sowie andere Mischformen - jeglicher Dauer und Herkunft auf. Mit Kleinsprachen DOC wollen wir eine Brücke zwischen der Südtiroler Mehrsprachigkeit und den zahlreichen Kontexten schlagen, in denen heutzutage andere Sprachen als die der Mehrheitsgesellschaft verwendet werden. Herausgegeben von Silvia Dal Negro, Daniele Ietri, Eleonora Mastropietro und Daniela Veronesi. 

 

LiLi - Little Lights

LiLi – Little Lights ist die Sektion des Bolzano Film Festival Bozen - BFFB, die sich Filmen für Kinder und Jugendliche widmet. Offen für Spielfilme, dokumentarische Formen und Animationen lädt LiLi junge Zuschauer:innen dazu ein, in vielfältige Lebenswelten einzutauchen und bietet zugleich auch Erwachsenen ein Zuhause. Wir beim Bolzano Film Festival Bozen sind überzeugt, dass es von grundlegender Bedeutung ist, in die Filmbildung zukünftiger Generationen zu investieren. Sie ist eine kontinuierliche Quelle der Unterhaltung für junge Menschen, fördert die Entwicklung kritischer Persönlichkeiten mit einem wachen Blick für die soziale und kulturelle Realität und zählt zu den wirksamsten Wegen, ein neues audiovisuelles Publikum aufzubauen. 
Bei der 39. Ausgabe des BFFB werden die LiLi-Filme erstmals am Wochenende gezeigt. Die Filmvorführungen finden sowohl im Kino Capitol als auch im Teatro Cristallo statt. Zudem gilt ein ermäßigter Eintrittspreis für Groß und Klein. 
LiLi - Little Lights ist ein Projekt in Zusammenarbeit mit der Berlinale GENERATION und dem Jugenddienst Bozen. 

 

  • Gioia mia (Sweetheart) von Margherita Spampinato

    ITA 2025, 93 min.

  • Sciatunostro (Ebb and Flow) von Leandro Picarella

    ITA 2025, 87 min.

  • Zirkuskind von Anna Koch, Julia Lemke

    DEU 2025, 86 min. – Italienpremiere

Abschlussfilm

Becaària, von Erik Bernasconi

CH 2026, 108' – Italian Premiere