An der finnisch-russischen Grenze erkundet Andrés Duque Wälder, in denen schamanische Magie auf das Trauma von Stalins Säuberungen trifft. Er beobachtet Bräuche, spielt mit Kindern und ehrt vergessene Opfer. So schafft er ein halluzinatorisches, poetisches Porträt eines Landes, das von Folklore und historischen Wunden geprägt ist.
Sein Debütfilm Iván Z (2004) ist ein Porträt des Kultregisseurs Iván Zulueta. Seitdem hat er selbstreferentielle Werke und intime Porträts bemerkenswerter Persönlichkeiten wie des Komponisten Oleg Karavaichuk geschaffen. Seine Filme wurden bei internationalen Festivals wie Punto de Vista, Cinéma du Réel, Dokufest, D’A, Unicorn Awards, Goya Awards und Premi Ciutat de Barcelona ausgezeichnet und in renommierten Kulturinstitutionen gezeigt, darunter MNCARS, MACBA, MUMOK, Garage Museum Moskau und Hermitage. Seit über 20 Jahren lehrt er Geschichte und Praxis der filmischen Avantgarde an Institutionen wie UAB, UPF, ESCAC, Aalto University und EICTV Kuba.
