10.–19.04.2026

RealeNonReale

RealeNonReale ist die Sektion des BFFB, die dem Non-Fiction, den verschiedensten hybriden und dokumentarischen Formen gewidmet ist. Wie beim Wettbewerb wird den unkonventionellsten Filmen von großen Meistern und neuen Talenten Aufmerksamkeit geschenkt, aber auch Werken, die sich politisch engagieren und auf die wesentlichen Themen ihrer Zeit und der Gesellschaft, in der sie entstanden sind, aufmerksam sind.

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RealeNonReale BFFB 39

“Im Programm des BFFB finden alle Formen des Dokumentarfilms breiten Raum. Im Rahmen unseres Festivals gibt es keine Hierarchien, die klassifizieren, was als echtes Kino angesehen werden kann. Alles ist Kino. Im Wettbewerb BFFB finden Fiktion, Dokumentarfilm und all jene formalen Wege Platz, die letztendlich nicht definiert werden müssen oder sollten. Mit der Sektion RealeNonReale (Real und nicht real) möchten wir die Vielfalt der Dokumentarfilmformen sowie die enorme Vielfalt an Inhalten, Sprachen und formalen Identitäten noch stärker hervorheben. Fünf sehr unterschiedliche Stimmen, fünf originelle Werke, die uns besonders beeindruckt haben, stammen aus Produktionen und Koproduktionen, an denen Länder des Alpenraums beteiligt sind, auch wenn die Themen, Orte und Regisseur:innen sehr unterschiedlicher Herkunft sind. In der Auswahl finden sich daher eine österreichische Produktion einer polnischen Regisseurin (Magdalena Chmielewska), ein intensives Tagebuch über die Beziehung zu ihrer Mutter, sowie eine Schweizer Produktion (von Gregor Brändli) über die koloniale Vergangenheit eines Landes, das nie Kolonien hatte: die Schweiz. Drei weitere Produktionen stammen aus Deutschland: das autobiografische und dekolonialisierende Werk einer in Berlin lebenden angloamerikanischen Regisseurin (Cynthia Beatt) über ihre Beziehung zu den Fidschi-Inseln, unter Mitwirkung von Tilda Swinton; der Film einer deutschen Regisseurin russischer Herkunft (Yulia Lokshina) über die jüngste Auswanderungswelle nach Paraguay, hauptsächlich von deutschsprachigen Europäern, die vor einem Kontinent fliehen, der ihnen nicht die von ihnen gewünschte Freiheit zu garantieren scheint, sowie den autobiografischen Film einer deutsch-brasilianischen Regisseurin (Daniela Magnani-Hüller), die vor vierzehn Jahren einen versuchten Femizids überlebte.” - Vincenzo Bugno
 

Preise

Die für die die Sektion RealeNonReale ausgewählten Filme konkurrieren um die folgenden Preise:

Verleihförderpreis der Autonomen Region Trentino-Südtirol in Höhe von 10.000 Euro;


Publikumspreis der Stadt Bozen in Höhe von 2.000 Euro;

Preis der ZeLIG Filmschule Bozen in Höhe von 1.000 Euro;

Spezialpreis „Dolomiten UNESCO Welterbe“ in Höhe von 1.000 Euro.

Teilnahmerichtlinien

Um an der Sektion RealeNonReale teilzunehmen, müssen die Filme:

– italienische, österreichische, deutsche, schweizerische oder slowenische Produktionen oder Koproduktionen sein;

– in der Region Trentino-Südtirol in keiner Form öffentlich gezeigt worden sein und dürfen nicht in kommerziellen Kinos in Italien vertrieben worden sein;

– eine Mindestdauer von 60 Minuten haben

– nach dem 1. Januar des Vorjahres fertiggestellt worden sein.