Valentina Pedicini

Valentina Pedicini Bio

Es war ein trauriger Tag, der 20. November 2020, an dem Valentina Pedicini mit nur 42 Jahren an kurzer, schwerer Krankheit starb. Aufgewachsen war sie in Brindisi. Bald schon ging sie nach Rom, Brindisi war ihr zu eng geworden war. In Rom studierte sie italienische Linguistik. Ihr Interesse für den Film brachte sie dann nach Bozen.

Dort bewarb sie sich an der Schule für Dokumentarfilm ZeLIG, wo sie von 2007 bis 2010 studierte. Was sie besonders interessierte war die Ausrichtung der Schule. Auch der europäische Geist und das Zusammenleben verschiedener Sprachen hatte ihr Interesse für Bozen geweckt.

Sie betrachtete sich immer als Regisseurin aus Süditalien. Bozen blieb für sie aber genauso wichtiger Bezugspunkt wie Brindisi.

Valentina Pedicini und die ZeLIG

Der Filmschule ZeLIG war Valentina Pedicini auch nach dem Diplom eng verbunden, Südtirol genauso. Immer wieder arbeitete sie mit ehemaligen StudienkollegInnen aber auch mit anderen ZeLIG-AbsolventInnen zusammen wie Stefania Bona, Jakob Stark, Federico Campana, Kathrin Dietzel, Martin Fliri, Livia Romano, Silvia Mazzarella, Daniel Mahlknecht, Sven Albertini, Pierluca Ditano, Maximilian Schlehuber, Nikolaus von Schlebrügge, Lucia Alessi, Veronika Kaserer, Luigi Pepe, Bastian Esser.

Einige von ihnen kommen in den online-Talks zu Wort.

Die Leiterin der Filmschule ZeLIG Heidi Gronauer und die MitarbeiterInnen der Filmschule begleiteten den beruflichen Werdegang von Valentina Pedicini auch nachdem sie ZeLIG mit Auszeichnung abgeschlossen hatte.

Das Werk

Pedicini war eine Regisseurin, die vor allem Dokumentarfilme drehte, durch eine eigene Bildsprache bestach, sich Themen widmete, die nicht Mainstream sind, und trotzdem große Anerkennung bekam.

Ihr letzter Film „Faith“ steht dieses Jahr gemeinsam mit Werken wie Gianfranco Rosis „Notturno“, in der engeren Auswahl für den „David di Donatello“ im Bereich Dokumentarfilme.

 Die Filme

Valentina Pedicini drehte ihren ersten Film 2008 in Südtirol an der ZeLIG. „Pater Noster“ nannte sie den Übungsfilm über eine Kung-Fu-Schülerin und ihren Meister. Pedicinis letzter Film „Faith“ (2019) greift das Thema und die ProtagonistInnen wieder auf.

2008 Pater Noster

2009 Mio Sovversivo Amore

2010 My Marlboro City

2013 Dal Profondo

2016 Era Ieri

2017 Dove Cadono Le Ombre

2019 Faith